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Was ist eigentlich RADON?

Radon ist ein im Untergrund natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es stammt aus der sogenannten Uran-Radium-Zerfallsreihe. Radon ist das einzige gasförmige Zwischenprodukt dieser Zerfallsreihe. Man kann es weder riechen noch schmecken und es ist auch noch farblos. Das macht es gefährlich, denn es erzeugt durch Einatmen (überwiegend seiner radioaktiven Zerfallsprodukte) Lungenkrebs. Es entsteht vor allem im Erdreich und in Gesteinen, also überall dort, wo Radium (Ra) vorhanden ist, aus dem es kernphysikalisch durch Zerfall entsteht. Das Radium stammt wiederum aus Uran, und infolge dessen auch das Radon. Radon kommt in unterschiedlichen Konzentrationen im Erdreich vor. So weisen granitische und vulkanische Untergründe eher hohe Uran-Gehalte auf, dagegen Schotter- und Muschelkalkgebiete eher niedrigere. Eine grobe Abschätzung der Radonrisikogebiete lassen die Radonkarten zu. Sie lassen aber keine Aussagen auf die Radonbelastung einzelner Häuser zu. Deshalb sind Radonmessungen unausweichlich.

Illustration - Uran-Zerfallsprodukte

Karte - Mögliche Radon-Gefahr in Deutschland

Quelle: binker.eu und Kemski-Bonn

Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit und geologisch-mineralischen Zusammensetzung des Untergrundes gibt es regionale Belastungsschwerpunkte. Besonders Radon-emittierende Gesteine sind Granite, Granitgneise, Verrucano, Vulkanite, Schiefer, Uranvererzungen, Minenausbrüche etc.

Tabelle - Radiumgehalt in Gesteinen

Beispiele für Radium-Gehalte von Schweizer Gesteinen (Quelle: RadonE-Learning Schweiz), siehe auch: www.radonfachperson.org

Ob die Radonkonzentration dann auch in Gebieten mit Radon-emittierenden Untergründen in den Häusern und Wohnungen hoch ist, hängt auch von den Gebäudequalitäten und der jeweiligen Bausubstanz ab. Schlecht isolierte Altbauten oder Häuser mit Streifenfundamenten oder gar ohne Bodenplatten sind besonders Radon-gefährdet. Radon-Gas dringt dabei hier über Risse und Fugen in die Gebäudekeller ein, aber auch über erdberührte Wände und Fußböden. Radongas verteilt sich oft rasch im Gebäude, vor allem beim Heizen im Winter konvektiv durch den Auftrieb. Radon-Ausgangspunkte können aber auch Baumaterialien sein, wenn diese Radium-haltige Mineralien enthalten. Dann wird die Bausubstanz selbst zum Radon-Emittenten.

Metapher - Radon in der Luft

Keller mit Rohrleitungen

Radon und andere Zerfallsprodukte

Quelle: Dr. Gerhard Binker, Radonfachperson der Schweiz (BAG, RadonE-learning): www.radonfachperson.org